Trau dich!

Theaterpädagogische Arbeit als Chance für gelungene Inklusion in der Schule

Lehrgang KJX5K

Veranstaltungsdatum: 10.02. - 12.02.2021

Zielgruppe: Alle Lehrkräfte, die schon inklusiv Theater spielen oder das Interesse haben, ein inklusives Theaterprojekt durchzuführen

Leitung: 
Claudia Gottuk-Brede

Mittwoch - Freitag

Programm

Theaterpädagogik bedeutet Vielfalt und vermag durch ihre mannigfaltigen Aus-drucksformen alle miteinzubeziehen und zu erreichen, unabhängig von ihrer Herkunft und ihren individuellen Voraussetzungen. Nicht zuletzt deshalb ist theaterpädagogisches Arbeiten in der Schule im Hinblick auf die zunehmende Heterogenität im Klassenzimmer und der Forderung nach Inklusion äußerst sinnvoll.
Wie eine solche Arbeit im inklusiven Kontext aussehen kann, erproben die Teilnehmenden in diesem Lehrgang. Sie erfahren, wie ein Theaterstück mit Spielern mit und ohne Handicap geplant, erarbeitet und auf die Bühne gebracht werden kann. Dabei werden die Herausforderungen aber auch die Möglichkeiten und Chancen eines inklusiven Theaterprojektes thematisiert.
Zunächst simulieren und probieren die Teilnehmenden mit Hilfe unterschiedlicher Materialien aus dem „Inklusionskoffer" aus, was es bedeutet, mit einem Handicap zu leben. Aus diesen Erfahrungen heraus, können sich für den Spielleiter und die Gesamtgruppe neue oder andere Aktions- und Handlungsspielräume ergeben.



In einem nächsten Schritt lernen die Teilnehmenden anhand vielfältiger Übungen und Methoden, wie sie die verschiedenen Phasen eines Theaterprojektes angehen und umsetzen können. Weitere geeignete theatrale Formen für die schulische inklusive theaterpädagogische Arbeit wie Bewegungs-, Schattentheater und Kontakttanz werden vorgestellt und gemeinsam ausprobiert.
Um die realen Bedingungen besser nachvollziehen zu können, kommen an einem halben Tag junge Erwachsenen mit Handicap der inklusiven Theatergruppe „Includo" zur Fortbildung dazu. Im gemeinsamen Spiel werden Szenen entwickelt, präsentiert und reflektiert. Die Teilnehmenden schlüpfen dabei auch in die Rolle des Spielleiters und haben so die Möglichkeit, die Besonderheiten in einem inklusiven Projekt direkt zu erfahren.
Darüber hinaus wird auch Raum sein für die Fragen zu eigenen laufenden oder zukünftigen inklusiven Projekten.
Am Ende der Fortbildung verfügen die Teilnehmenden über wesentliches Handwerkszeug, um mit ihrer inklusiven Gruppe ein gemeinsames Theaterprojekt auf den Weg zu bringen.

Ziele

Die Teilnehmenden

  • sind in der Lage, die Phasen eines Produktionsprozesses in einem inklusiven Theaterprojekt und deren mögliche Zeiteinteilung zu planen
  • kennen Übungen, Spiele und theatrale Gestaltungsmittel wie Bewegungs-, Schattentheater und Kontakttanz, die für die Zielgruppe geeignet sind und können diese situationsangemessen einsetzen
  • kennen die besondere Bedeutung der Rolle des Spielleiters in einem inklusiven Projekt
  • wissen um die Möglichkeit der personellen und finanziellen Unterstützung für ihre inklusive Theaterarbeit in der Schule.

Claudia Gottuk-Brede, Lehrerin, Theaterpädagogin (BuT), Leitung der inklusiven Theatergruppe „Includo"

Hinweis

Die Teilnehmenden werden gebeten, bequeme Kleidung und entsprechende Schuhe für die Theaterarbeit mitzubringen.