Table-Top-Games und Theater

Vom Brett-, Karten- und Gesellschaftsspiel zu neuen Theaterideen

Lehrgang 2448Z

Veranstaltungsdatum: 26.04. - 28.04.2021

Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schularten ab Klasse 8

Leitung: 
Max Schumacher

Montag - Mittwoch

Programm

Durch die Digitalisierung erfahren analoge Spiele gerade eine Renaissance. Die kulturelle Ausdrucksform der Spiele, die an einem Tisch gespielt werden können („Table-Top-Games"), hat erstaunliche Parallelen mit dem Theater: Themen werden in reduzierter Form repräsentiert, dramaturgisch zugespitzt und von Akteuren in Rollen verhandelt. Beim Brett-, Karten- oder Legespiel werden die Spielerinnen und Spieler zu Performern und Publikum.
Wie lassen sich mit diesen Spielen neue Zugänge zur Theaterpraxis erschließen? Können Spielregeln vom Brett auf die Bretter, die die Welt bedeuten, übertragen werden?



Im Workshop spielen die Teilnehmenden bekannte und unbekannte Spiele, analysieren sie – und „hacken" sie, das heißt verändern sie nach ihren Interessen und Fragestellungen. Schließlich werden die Spiele auf die szenische Arbeiten übertragen. Regeln, Mechanismen, Konflikte, aber auch der Umgang mit Strategie und Zufall werden in Theatersituationen übersetzt. Ebenso kann der Schritt vom Theaterspiel auch zurück zum Brettspiel gegangen werden.
Diese Methodik erlaubt es, Aspekte der Theaterarbeit auch Theaterunerfahrenen schnell und im doppelten Wortsinn spielerisch nahezubringen. Zugleich können so in kurzer Zeit viele kreative Ideen für ein Theaterprojekt entwickelt werden - von Simulation von Beziehungen und von Charakteren bis hin zur Nutzung von Bühnen- oder anderen Aufführungsräumen.
Die Fortbildung endet mit der Präsentation einer Szene oder eines Spiels, die mit den gelernten Methoden entstanden sind.
Diese Abschlussarbeiten können bei Zustimmung aller Teilnehmenden fotografisch und auf Video dokumentiert und zur Verfügung gestellt werden.

Ziele

Die Teilnehmenden können die gelernten Methoden anwenden, um zu einem Thema für ein Theaterprojekt zu recherchieren, die Annäherung an Rollen, Charaktere und Konflikte zu unterstützen, die Konzeptionen des Bühnen-/Aufführungsraumes zu erstellen und um Interaktionen mit dem Publikum von Theaterprojekten zu erfinden.

 

Max Schumacher, Dramaturg, Regisseur, Kurator. Max Schumacher erfindet seit seinem 12. Lebensjahr Spiele. Daraus wurde dann Theater, welches er seit dem 24. Lebensjahr hauptberuflich betreibt.

Hinweis

Die Teilnehmenden werden gebeten, ihre Lieblingsspiele oder selbst erfundene Spiele mitzubringen, gerne auch Spiele aus ihrem Besitz, die sie nicht verstanden haben.